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Kirchen in der Gemeinde Pettendorf

Filialkirche St. Peter und Paul in Kneiting
Patrozinium: St. Peter und Paul (29. Juni)

undefinedBereits im Jahre 1442 bestand in Kneiting eine zweite Kirche. Die heutige Anlage geht auf das beginnende 18. Jh. zurück.  In der ältesten Abbildung von Kneiting, einem Bild aus der Belagerung Regensburgs im Jahre 1634, zeigt das Bild noch einen Turm im Osten der Kirche. 1876 schlug ein Blitz im alten Turm ein. 1884 wurde er wegen Baufälligkeit abgebrochen. 1885 begann man mit dem Bau des 35 m hohen Turms im Westen. Gleichzeitig mit dem Turmbau wurden auch drei Glocken in Auftrag gegeben, die im Zweiten Weltkrieg abgeliefert werden mussten. 1946 wurden 4 neue Glocken in der Glockengießerei Hamm in Regensburg bestellt. Bei Renovierungsarbeiten 1986 stieß man auf Grundmauern, die auf die Existenz einer kleineren Kirche am Ort der heutigen Anlage schließen lassen.


Kapelle unserer Lieben Frau in Kneiting
Patrozinium: Unserer Lieben Frau (15. August)

Ältester Kirchenbau in Kneiting und ehemalige Pfarrkirche. Überlieferungen zufolge soll vor dem Jahre 1000 eine Holzkirche nach einem Brand durch eine Steinkirche ersetzt worden sein. Die Heilquelle, der sogenannte Frauenbrunnen war einst Ziel vieler Wallfahrer. Im Rahmen der Doprferneuerung Kneiting wurden in den Jahren 2010 und 2011 sowohl die Kapelle wie auch der spätgotische Altar aufwändig saniert.


Die ehemalige Klosterkirche Adlersberg
Patrozinium: Unserer Lieben Frau (15. August)

undefinedDie katholische Kirche unserer Lb. Frau, im Volksmund "Maria in der Verlassenheit" ist Teil einer ehemaligen Klosteranlage. Als Stifter des Klosters tritt in einer Urkunde von 1264 der Bayerische Herzog Ludwig II. der Strenge auf. Der Baubeginn war vermutlich um 1264, wo bereits das feststehende Marienpatrozinium genannt wird. Für die Gründung des Dominikanerinnenkloster um die Mitte des 13. Jh. sprechen die erhaltenen Bauformen, die stilistisch in die Anfangszeit der Gotik zu setzen sind.Das Füstentum war seit 1613 wieder katholisch. 1656 erwarb das Zisterzienserstift Kaisheim mit Pielenhofen Kloster und Klosterhofmark zu Pettendorf für den Betrag von 18000 Gulden. Kirchenrechtlich ging das Kloster mit der Säkularisation 1803 unter. Die Klosterhofmark wurde erneut in private Hände verkauft, bis sie dann 1838 an die Familie der jetzigen Besitzer Prößl überging. Die Kirche war jedoch beim Verkauf nicht eingeschlossen, sie blieb in Staatsbesitz. 1818 - 1838 wurde über den Abriss verhandelt. Entscheidender Widerstand war von der Bevölkerung zu spüren. 1900 wurden vom Bayerischen Landtag 7000 DM für die Restaurierung der Kirche bewilligt. Bei einer kirchenrechtlichen Auseinandersetzung zwischen dem Finanzministerium und der Kirchenpflegschaft Pettendorf wurde die staatliche Baupflicht grundsätzlich anerkannt. Mit der Unterzeichnung eines Vertrages 1878 zwischen dem Finanzministerium und der Kirchenpflegschaft Pettendorf verpflichtete sich auch die Pfarrgemeinde, alle möglichen Hand- und Spanndienste zu erbringen.


Die Pfarrkirche St. Margaretha in Pettendorf
Patrozinium: St. Margaretha (20. Juli)undefined

Die Kirche steht auf dem Boden eines eingeebneten Vorläuferbaus. Bei den Mauerresten im Friedhof kann es sich nur um die Überreste der Burganlage der mächtigen Herren von Pettendorf handeln, die sich räumlich etwa mit dem heutigen Kirchen- und Friedhofbereich deckte. Es besteht Grund zu der Annahme, dass der Stammsitz nach dem Tod Friedrichs III., des letzten Herren von Pettendorf, in ein Kloster umgewandelt wurde, also in den 20er Jahren des 12. Jh. Von 1542 bis 1613 war die Pfarrei Pettendorf protestantisch. Das Patronat über die Pfarrei verblieb zunächst beim Landesherrn, der aber ab 1617 wieder katholische Geistliche ernannte.
  


Kapelle in Neudorf

Der Gedanke, eine Kapelle in Neudorf zu errichten, ist während des traditionellen Dorffestes im Jahre 1999 geboren worden. Mit Hilfe des ortsansässigen Architekten Günther Freisleben wurde eine Planung auf den Weg gebracht, die im Jahr 2000 der Gemeinde Pettendorf zur Genehmigung vorgelegt wurde. Diese stimmte sowohl dieser Planung als auch der kostenlosen Überlassung des Gemeindegrundes zu. Damit stand der Realisierung des Projektes nichts mehr im Wege. Im Jahr 2000 wurde die gesamte Kapelle als Gemeinschaftsleistung durch die Neudorfer Bürger finanziert und erbaut. Für den laufenden Unterhalt sorgt der eigens hierfür gegründete Kapellenverein Neudorf. Geweiht wurde die Marienkapelle in einem Festakt am 20.05.2001 durch den damaligen Pfarrer Bernhard Hofer gemeinsam mit dem evangelischen Geistlichen Pastor Kritzenthaler.

Ivana Koubek, die tschechische Künstlerin gestaltete die Kapelle in Neudorf mit Wandmalereien und Fresken.

undefinedZitat: Für diese Arbeit habe ich mir ein ganz hohes Ziel gesetzt. Ich wollte ein Werk zeitloser Qualität schaffen, das jede Generation und jede soziale Schicht ansprechen kann. Meine innersten Gefühle haben hier ihren Ausdruck gefunden: Tapferkeit und Schutz für die Schwachen, Stärke und Mitgefühl der Frauen, Unschuld der Jugend und Weisheit des Alters. Das Leben ist ein Geschenk Gottes. Es lohnt sich immer wieder, den Kampf darum zu führen. Intensive Gespräche mit einer Marienexpertin und Geistlichen gaben mir den historischen und spirituellen Hintergrund.
So die Künstlerin über Ihr Werk.

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