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Seniorenfahrt der Gemeinde Pettendorf 2019

08.10.2019 Mit 46 interessierten Senioren war die diesjährige Informationsfahrt unter dem Motto „Pettendorf blüht: Miteinander“ am 2. Oktober wieder gut besetzt.

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Dritter Bürgermeister Ludwig Bink übernahm persönlich das Steuer des Busses. Die Fa. Wittl  stellte diesmal einen Stadtbus zur Verfügung, der aufgrund seiner Bauweise einen seniorengerechten Einstieg hatte und auch Platz für Rollatoren zur Verfügung stellte.

Der leicht einsetzende Regen tat den Ausführungen des Kreisvorsitzenden des Bund Naturschutzes Herrn Raimund Schoberer an der ersten Station keinen Abbruch. Er erläuterte das Gesamtprojekt Naabinsel bei Mariaort  und die bisher umgesetzten Maßnahmen ausführlich und mit großem Herzblut.  Die Umsetzungsschritte von der Idee über die Finanzierung bis zum Grunderwerb und den baulichen Maßnahmen erforderten eine bisweilen große Ausdauer, die von vielen engagierten Menschen  getragen wurde. Herzlich bedankte sich Hr. Schoberer bei den abgabebereiten Landwirten und den Spendern sowie der Zuwendung aus dem Ausgleichsfonds des Freistaates. Bereits nach kurzer Zeit zeigen die neu gestalteten Flächen eine deutlich verbesserte Biodiversität zur Freude aller, was über den ganzen Sommer auch zu sehen war. Die vielfältig gestaltete Fläche mit Auwaldbereichen, Totholz und Wurzelbergen ist sehr wirksam modelliert. Durch die Abtragung von nährstoffreichen Oberboden wurde die Blühfähigkeit gefördert und der Retentionsraum bei Überschwemmungen vergrößert.

Pünktlich um 16:00 Uhr traf die Reisegruppe am neuen Hort der Schule Pettendorf ein und wurde von der Leiterin der Johannitereinrichtung Fr. Regine Rusin empfangen. Sie erklärte während der Besichtigung der alten und vor allem der neuen Räumlichkeiten das Bildungskonzept und die Arbeitsweise mit den Kindern. Die noch anwesenden Kinder und Therapiehündin Lotti vermittelten eine praxisnahe Atmosphäre, sodass auch die unterschiedlich notwendigen Räume gut nachvollziehbar waren. Bürgermeister Obermeier erläuterte anschließend die Entscheidung der beiden Mitgliedsgemeinden für die Hortbetreuung und führte auch die investiven Baukosten von ca. 1,5 Millionen Euro aus.  Gerade durch die Hortbetreuung ist zum Unterschied einer Ganztagsschule auch am Freitag nachmittag und in den Ferien eine Betreuung gewährleistet, was für viele Eltern ein Muss bedeutet. Insgesamt  55 Plätze bietet der neue Hort und ist heuer bereits bis auf den letzten Platz ausgebucht, sodass auch in Zukunft vermehrter Investitionsbedarf entstehen wird.

Das dritte Projekt war der Hochwasserschutz vor Reifenthal. Mit einer Zusammenstellung aus Bildern der Überflutungen in Reifenthal aus den Jahren 2003, 2006 und 2009 konnte die Notwendigkeit der Maßnahme aufgezeigt werden. Die Voraussetzungen für die Maßnahme war ein 2003 erstellter Gewässerentwicklungsplan, auf dessen Grundlage die Förderung von 75 % der Baukosten erreicht werden konnte. Insgesamt 6 verschiedene Standorte wurden geprüft, der jetzige Standort wurde schließlich planfestgestellt und 2016 ausgeführt.  Die Baumaßnahmen hatten das Ziel der Schutzfunktion für Reifenthal, die Rückhaltefunktion für die großen Fließgewässer und die ökologische Verbesserung in Teilbereichen von Schwetze und des Brückelgrabens. Nachdem der Bus mit großem Geschick auf eine Plattform oberhalb des Dammes geführt werden konnte, war eine gute Übersicht möglich. Im HW 100-Fall wäre der aufgestaute Bereich inklusive Schwetzendorfer Weiher bis zum Kiosk überflutet. Das Fassungsvermögen am Damm beträgt 145.000 m³. Hinzu kommen die Rückhaltebereiche vor Reifenthal und die Überflutungsflächen beim Tierheim und hinter dem Wertstoffhof. Eine gedrosselte steuerbare  Ablaufregelung unterstützt auch die Rückhaltung und damit die Entlastung der großen Fließgewässer. Wäre dies in jeder einzelnen Gemeinde in Bayern umgesetzt, entstünde eine deutliche Minderung der Hochwassergefahren an den Flüßen und u.U. wäre auch der Verzicht auf Hochwassermauern und Polder erreicht. Wie deutlich zu sehen war, hat sich der Damm sehr gut ins Landschaftsbild eingefügt und leistet durch seinen Bewuchs einen guten Beitrag zum Bienenschutz. Bürgermeister Obermeier lässt aber auch nicht unerwähnt, dass der Eingriff auch landwirtschaftliche Flächen beansprucht hat und auch dauerhafte Bewirtschaftungshindernisse für die Landwirtschaft zur Folge hat. Zudem ist eine regelmäßige Kontrolle und Wartung, sowie die Schulung des Bauhofpersonals zum Dammwärter erforderlich gewesen.

Nach so viel Information steuerte die Reisegesellschaft dann den Prößlbräu in Adlersberg für eine gemeisame Brotzeit an, zu der alle Interessierten von der Gemeinde herzlich eingeladen waren.  

Eduard Obermeier
Erster Bürgermeister

   

Kategorien: Rathaus